aktualisiert am: 20.11.2017

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Da ich immer mal wieder nach einer Vorstellung des “Chef’s” gefragt werde, will ich das gern mal tun. Aber eines vornweg, so richtig “regiert” wird sowohl Firma als auch Familie von ihr: 

Chefin

Das ist die echte Chefin die alles “aus ihrer Sicht” steuert und lenkt. Ihr ordnet sich alles unter! Aber wer auch sowas zu Hause hat, der weiß ja wie das ist :-)

“Der Chef” - also ich - hatte mit 12 Jahren angefangen Antennen selbst zu bauen, mit 14 fertigte ich den ersten transistorisierten Verstärker - und irgendwie fand das dann kein Ende mehr. In den 1980er Jahren wurden Antennenlagen für (West)Berlin, Bayern, Hessen und den Jauerling (ORF1 auf K 2A) gebaut, Antennendrehanlagen mittels Scheibenwischermotor und Kettenantrieb waren damals schon normal. Von 1986 bis 1988 wurde am ersten Satellitenempfänger im kompletten Eigenbau gearbeitet, der dann 1988 doch immerhin 3 Programme vom damaligen Kopernikus brachte. Das Hauptproblem war nicht der Aufbau, sondern die Beschaffung der Teile.

MB Schild-1

Mit der so genannten Wende wurde dieses Wissen gebraucht um die angebotene Industrietechnik in “Sinnig” und “Unsinnig” einzuteilen. Obwohl damals viele Leute nicht nachgedacht hatten, welchen unmöglichen Schrott sie sich da gerade zulegen wollten.

In der Folge entstand eine Spezialisierung auf Satelliten-Drehanlagen, die dann relativ groß ausfielen und unter 1,50 Metern machte es eh keinen Spaß. Damals baute man noch mit ewig haltenden Schubstangen - die heute aller paar Monate defekt gehenden Horizont-Mounts gab es dankenswerter Weise noch nicht.

Mit der Digitalisierung des Satellitenfernsehens ergaben sich wieder neue Regeln und ohne ordentliche Weiterbildung war das nicht zu bewältigen. Also fuhr ich (nach vorheriger Anmeldung) mit Frau nach Usingen zur Media-Broadcast und wir durften dort die ganze Zeit über sehen, anfassen und lernen, lernen, lernen. Was dort an Wissen kam lässt sich mit einer theoretischen Schulung einfach nicht realisieren! Mir bleibt nur, mich bei den Mädels und Jungs der MB herzlich zu bedanken!!!!!

MB 11 M Susi+ich-1
MB 19 M ich-1

Vor einem 19 Meter Spiegel zum Uplink steht man nicht alle Tage und so bin ich Dankbar für diese unwiederbringlichen Augenblicke. Und in die Sendeanlage ging es dann ja auch noch.

von oben-2

Und so sieht das dann von dem Balkon (Wartungsebene) des 19-Meter-Spiegels aus. Die Technik innen war natürlich noch wesentlich interessanter! Aber das steht nicht zur öffentlichen Darstellung und damit ist das auch OK. Jedenfalls hat diese Zeit in Usingen unheimlich viele Eindrücke und noch mehr Wissen hinterlassen!

Und dann kam DAB+ langsam in die Puschen und machte, neben DVB-T, den terrestrischen Empfang wieder aktuell! Das alte Wissen um Antennen und Verstärker kam gut an, nur mussten die teilweise doch anderen Eigenschaften von digitalen Signalen neu erlernt werden. Also wieder anrufen, schreiben, bitten und betteln. Und wieder zeigte sich die Media-Broadcast ganz und gar von der unkomplizierten Seite. Händlernachweis und das Interesse begründen = Termin bekommen!!!

Geyer Turm 2

Der Sendeturm in Geyer war das nächst beste Objekt zum Lernen, also ab dahin!

Obwohl das Wetter an dem Tag ausgemachte Schexxe war, hatte die ganze Aktion doch was. Und wieder: Sehen, bedingt anfassen und lernen, lernen, lernen. Wer kennt schon die Kühlung unten im Keller? Wer hat jemals in diesem gewaltigen Luftstrom gestanden, gegen den jeder Herbststurm nur  kalter Kaffee ist?

Geyer Turm
Geyer innen

Vorn rechts eine UKW-Weiche mit dem Oberarm-starken Kabel zur Antenne, im Hintergrund die Sendeschränke für DVB-T. Nun kann man da bei vollem Betrieb nicht reingucken (in die Teile), bekommt aber dennoch mit, wie alles zusammen hängt, wie es arbeitet, welche Regeln und physikalischen Grenzen es gibt. All das tut der eigenen Bildung gut und zeigt auch den doch recht hohen Aufwand um die Technik am Leben zu erhalten! Und der das da macht, geht für seinen Job voll auf!

Mast innen

So sehen die Kabel aus, die in den Turm hinein und nach oben zu den Antennen gehen.

Alles absolut sauber verlegt, beeindruckende Größenordnungen der Kabel! Und überhaupt: In jeder Minute da drin merkt man, mit wie viel Engagement diese Leute ihre Arbeit angehen und am Thema Qualität zu messen sind. Und gerade da lassen die keine Luft ran!

Danke MB, das war sehr interessant!

Dank dieser externen Lernveranstaltungen kann ich mit ruhigem Gewissen von mir behaupten, jedem simplen angestellten Verkäufer ohne Herzblut im Elektronicmarkt fachlich weit überlegen zu sein. Und das ist gut so!

Und heute? Naja, die Entwicklung von Verstärkern mit möglichst geringem Rauschen kostet Zeit, Geld und viiiiieeel Nerven. Es gibt auch Teile, deren Beschaffung in der heutigen Zeit unendlich viel Zeit kostet, weil es die einfach nicht mehr oder nur unheimlich selten gibt. Der Test von Einzelstücken kostet auch Zeit, weil ungetestet nichts in den Shop kommt. Und (fast) immer Samstags sitzen wir in der Werkstatt und bauen weiter...... . .  sofern die Familienkatze uns lässt. :-) 

Und das alles nebenbei, neben 3 Schichten in rollender Woche im Hauptberuf! Und spätestens jetzt sollte jedem klar werden, welche entspannende und beruhigende Wirkung die Katze hat und warum die so wichtig ist! 

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