aktualisiert am: 22.08.2017

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Out of Footprint

Was ist das überhaupt ?

Nun, ein Fernsehsatellit sendet seine Signale zur Erde.  Meist ist jedoch nicht die gesamte Erdhälfte (aus der Sicht des Satelliten) sein Zielgebiet, sondern bestimmte Länder oder ein Kontinent. Um dies zu erreichen wird das Sendesignal gebündelt.

Dieses gebündelte Signal verhält sich in etwa wie das Licht einer Taschenlampe: Im Zentrum ist das Signal (Licht) gebündelt und stark, zum Rand der Ausleuchtzone hin wird das Signal (Licht) immer schwächer - bis hin zum “kaum noch vorhanden sein”.

Footprint ASTRA

Bestes Beispiel für Deutschland: ASTRA auf 19,2 Grad Ost. Im Zentrum ist das Signal sehr stark, 33 cm Spiegelgrösse reichen aus. Auf Grönland ist (eigentlich) kein Empfang mehr möglich. Es funktioniert trotzdem, allerdings nur mit Spiegeln grösser 1,50 Meter. Wenn es dann funktioniert nennt man dieses “Out of Footprint Empfang” Übrigens empfängt man ASTRA auch in Brasilien - allerdings mit 9 Meter grossen Spiegeln!

Foto:  www.satco-dx.com

Der Ausleuchtbereich des Satelliten wird “Footprint” (Fußabdruck) genannt. Er ist technisch gesehen nahezu identisch mit dem Lichtkegel einer Taschenlampe. Der Empfang im Randgebiet oder außerhalb dieses Footprints wird “Out of Footprint” genannt und ist in gewissen Grenzen mittels großer und sehr großer Satellitenantennen möglich.

In der Natur der Sache liegend bewegt man sich hier an physikalischen Grenzen, die nur mit Fachwissen und genauen Kenntnissen über die Ausleuchtzonen der jeweiligen Satelliten zu beherrschen sind. Eine feste Grundbedingung lautet: Der gewünschte Satellit muss theoretisch optisch sichtbar sein. Das heißt ein hinter der Erdkrümmung befindlicher Satellit ist nicht erreichbar und damit unempfangbar - dies betrifft hauptsächlich Satelliten der USA, Australiens und Ozeaniens.

Footprint Express
Footprint Nilesat

Express, ein russischer Satellit auf 80 Grad Ost. Hier reicht die Ausleuchtzone (der Footprint) gerade bis in den Osten Deutschlands hinein. In Südostdeutschland ist der Empfang mit 150 cm Spiegelgrösse möglich, in Nordwestdeutschland geht unter 3 Metern nichts !

Foto: www.satco-dx.com

Nilesat, ein ägyptischer Satellit auf 7 Grad West, hier ist Deutschland ausserhalb des Footprints. Eigentlich sollte kein Empfang möglich sein. Und es geht doch, allerdings nur mit sehr grossen Antennen. 180 cm funktionieren recht gut, mit 240 cm gibt es keinerlei Probleme.

Sollten Sie spezielle Empfangswünsche oder eine Empfangbarkeitsanfrage haben, dann senden Sie mir bitte eine Mail. Ich werde Ihre Frage schnellstmöglich beantworten.